Direct-to-Consumer mit JTL — ohne Ihr bestehendes ERP zu ersetzen.
Sie wollen direkt an Endkunden verkaufen, aber Ihr Hauptsystem läuft stabil und soll laufen bleiben? Genau dafür ist Dual-Mode da: Die zueinander passenden Produkte aus dem JTL-Software-Universum (JTL-Wawi, JTL-Shop, JTL-eazyAuction, JTL-WMS, JTL-Shipping) übernehmen die Commerce-Schicht für Direktvertrieb, Shop, Marktplätze, Lager und Versand — Ihr ERP bleibt das, was es ist.
Direct-to-Consumer — was steckt überhaupt dahinter?
Direct-to-Consumer (D2C) klingt nach Buzzword, ist aber denkbar bodenständig: Sie als Hersteller verkaufen direkt an die Verbraucher Ihrer Produkte. Ohne Großhandel, ohne Wiederverkäufer, ohne Zwischenstation dazwischen. Der Produzent direkt am Kunden — mit Mehrwert für beide Seiten.
Das ist nicht der Versuch, Ihren bewährten Großhandels- oder Zwischenhändler-Vertrieb zu ersetzen. Es ist die sinnvolle Ergänzung um einen Direktkanal, der Sie näher an den Markt bringt — und Ihnen die Kontrolle über Preis, Positionierung und Kundenbeziehung in die eigene Hand gibt.
Worum geht es bei Dual-Mode?
Viele produzierende Unternehmen haben ein gewachsenes ERP-System: SAP, Sage, Microsoft Dynamics, abas, proALPHA, Infor oder eine Branchenlösung. Das läuft, ist eingespielt, kennt jeder. Jetzt soll der Schritt in den Endkundenverkauf kommen — Webshop, Amazon, eigene Marken-Welt — und plötzlich diskutiert man, ob man das ganze ERP austauschen muss.
Müssen Sie nicht. Häufig ist die bessere Architektur eine Dual-Mode-Lösung:
- Ihr bestehendes ERP bleibt führend für Produktion, Einkauf, B2B-Geschäft, Finanzbuchhaltung und alle gewachsenen Unternehmenslogiken.
- JTL ergänzt das System als operative Commerce-Zentrale für D2C, Shop, Marktplätze, Endkunden, Aufträge, Bestände, Lager und Versand.
- B2B und B2C laufen sauber getrennt — oder gezielt verbunden, wenn das Geschäftsmodell es verlangt.
- Datenflüsse, Verantwortlichkeiten und Schnittstellen werden klar definiert. Wer ist führend bei Artikeln, Preisen, Beständen, Kunden, Belegen?
Das Ergebnis: eine Architektur, die schneller live geht, deutlich weniger kostet und ein vielfaches geringeres Risiko hat als ein kompletter ERP-Austausch.
Fünf Argumente, die in Vorstandssitzungen ziehen.
Genau die Punkte, die in der Praxis den Ausschlag geben — gegen den großen ERP-Wechsel und für die kombinierte Architektur.
Kein Umstellungsstress für Bestandsmitarbeiter
Ihre Belegschaft arbeitet weiter im gewohnten Hauptsystem. Keine Schulungswelle, keine Produktivitätseinbußen, keine Akzeptanzprobleme. Was läuft, läuft.
Neues System für neue Aufgaben
JTL bekommen genau die Mitarbeitenden, die ohnehin neue Verantwortung übernehmen: Artikelpflege für den Shop, Customer Support für Endkunden, Marktplatz-Steuerung. Neue Abteilung, eigenes Werkzeug, klare Zuständigkeit.
Deutlich günstiger als ERP-Erweiterung
Das Hauptsystem mit B2C-, Shop- und Marktplatz-Funktionen aufzublasen, bedeutet meist hohe Lizenz-, Customizing- und Wartungskosten. JTL ist bei Einführung und Betrieb spürbar günstiger — Sie zahlen nicht doppelt für Funktionen.
Keine Betriebsunterbrechung
Wir bauen den JTL-Stack (JTL-Wawi, JTL-Shop, JTL-Shipping) parallel zum laufenden Hauptsystem auf. Kein Big-Bang-Cut-Over, kein Wochenend-Marathon mit Notfall-Plan. Ihr Tagesgeschäft hat während der gesamten Einführung nie pausiert.
Entspannte parallele Einführung
Sie können in Ruhe testen, lernen und korrigieren, während das Hauptsystem unverändert läuft. Geht etwas schief, bricht kein Hauptgeschäft zusammen — wir justieren in der JTL-Welt nach.
Klare Verantwortlichkeiten
Wer macht was, wer entscheidet was? Im Dual-Mode ist es einfach zu beantworten, weil die Trennlinie zwischen Hauptsystem und Commerce-Schicht sauber gezogen ist. Keine Grauzonen, keine Zuständigkeits-Streitereien.
Direktvertrieb ist mehr als nur ein zweiter Vertriebskanal.
Was Sie wirklich gewinnen, wenn Sie als Hersteller den Schritt zum Endkunden gehen — jenseits der nackten Umsatzzahl.
Näher am Markt
Sie spüren Trends, bevor Ihr Großhandel sie meldet. Welche Variante geht? Welche Größe wird zurückgeschickt? Was fragen Endkunden — und was vermisst Ihr Sortiment? Im Direktvertrieb hören Sie das aus erster Hand.
Direktes Kundenfeedback für Ihre Produkte
Jede Rückfrage, jede Bewertung, jede Reklamation ist eine konkrete Hinweis auf Verbesserungspotenzial. Statt durch zwei Vertriebsstufen verwässert anzukommen, landet das Feedback direkt bei Ihnen — und damit bei den Menschen, die das Produkt weiterentwickeln.
Kontrolle über Preis und Auftritt
Wer im Direktvertrieb steht, bestimmt mit, wie das eigene Produkt im Markt wahrgenommen wird. Sie behalten die Kontrolle über Endpreis, Markenauftritt, Produktinformationen und Servicequalität — kein Wildwest bei Endpreisen oder Marktplatz-Listings.
Ergänzung statt Ersatz
Großhandel, Zwischenhändler und Direktvertrieb sind kein Entweder-Oder, sondern können sich sinnvoll ergänzen. B2B bleibt für das Volumengeschäft, B2C kommt für die direkte Marktnähe dazu. Eine nachhaltige, gesunde Vertriebsmischung.
Für mehr Branchen sinnvoll als gedacht
Nicht nur Modemarken oder Lebensmittel-Manufakturen profitieren. Auch Maschinenbau-Zulieferer, technische Ersatzteile, Hobby- und Bastler-Sortimente, Werkstattbedarf, Konsumgüter mit Service-Anteil — überall dort, wo es eine direkte Käuferschaft gibt, lohnt sich der Blick auf den eigenen Direktvertriebskanal.
Werkzeuge: CRM, KI, Menschen — sinnvoll kombiniert
Ein guter Direktvertrieb braucht mehr als nur einen Shop. Wir setzen Greyhound Software für sauberes CRM und Kundenkommunikation ein, ergänzen mit KI-Unterstützung dort, wo sie wirklich nützt (Bildbearbeitung, Texterstellung, Auswertungen) — und behalten den Menschen im Kontakt, wo es zählt. Technik soll entlasten, nicht ersetzen.
Bodenständig zusammengefasst: Es geht einfacher als die meisten denken. Sie brauchen keine fünf Software-Hersteller, keine Großkonzern-Beratung und keine 18-monatigen Projekte. Ein klar aufgebauter Direktvertriebskanal mit den passenden Produkten aus dem JTL-Software-Universum und ein, zwei sinnvollen Ergänzungen — und Sie sind drin.
Drei Wege zum Endkunden — alle mit Produkten aus dem JTL-Software-Universum realisierbar.
Direktvertrieb heißt nicht nur „eigener Shop". Es bedeutet, dort präsent zu sein, wo Ihre Endkunden suchen — und das sind heute drei Spielfelder, die sich klug kombinieren lassen.
Eigener Endkunden-Shop
Ihr Markenauftritt, Ihre Preise, Ihre Servicequalität. Auf einer Domain, mit Ihrem Look-and-Feel, ohne Marktplatz-Tagessatz. Der eigene Shop ist der nachhaltigste Direktvertriebskanal — und der einzige, in dem Sie die Kundenbeziehung vollständig kontrollieren.
Mehrsprachig & Multidomain
Eine Warenwirtschaft, mehrere Shops: eigener Marken-Shop in Deutschland, zweite Marke in Österreich, englische Variante für EU. Verschiedene Sprachen, verschiedene Domains, ein gemeinsamer Datenbestand. Sauber getrennt, wo nötig — verbunden, wo sinnvoll.
Marktplätze passend zum Sortiment
Über 25 angebundene Marktplätze. Von Generalisten wie Amazon und eBay über Branchen-Player wie Shop Apotheke, Autodoc oder Bauhaus bis zu neuen Kanälen wie TikTok Shop und TEMU. Sie pflegen Stammdaten einmal — jeder Marktplatz bekommt daraus, was er braucht.
Unterstützte Marktplätze (Auswahl)
Diese Marktplätze binden wir regelmäßig an — über JTL-eazyAuction, JTL-Connector oder spezialisierte Plugins.
Weitere Marktplatzanbindungen über Plugins, JTL-Connector oder individuelle Schnittstellen möglich.
Welche Marktplätze passen zu Ihnen? Nicht jeder Marktplatz lohnt sich für jedes Sortiment. Mode anders als Werkstattbedarf, Apothekensortiment anders als Möbel. Genau die Auswahl gehört in die Strategie-Phase — und genau dort komme ich ins Spiel.
Zwei Welten, sauber verbunden.
Eine typische Dual-Mode-Konstellation für ein produzierendes KMU — die Rollenverteilung hängt natürlich vom konkreten Unternehmen ab.
Hauptsystem (z.B. SAP, Sage, Dynamics, abas, proALPHA, Branchen-ERP)
Bleibt führend für Produktion, Stücklisten, Einkauf, B2B-Aufträge, Bestandsführung der Produktionsware, Finanzbuchhaltung und alle existierenden Unternehmensprozesse.
JTL-Wawi als Commerce-Zentrale
Übernimmt Endkunden-Aufträge aus Shop und Marktplätzen, pflegt Shop-Stammdaten, steuert Versand, kümmert sich um Customer Support, Retouren und Marketing-Aktionen.
JTL-Shop für B2C / D2C
Eigener Onlineshop mit Ihrem Markenauftritt, an JTL-Wawi gekoppelt, schnell live, performant, SEO-fertig.
JTL-eazyAuction für Marktplätze
Amazon, eBay, Kaufland, OTTO — gesteuert aus der JTL-Wawi, ohne dass Ihr Hauptsystem damit etwas zu tun hätte.
JTL-WMS & JTL-Shipping für Lager / Versand
Eigene Logistik für den D2C-Strom — oder Anbindung an einen Fulfillment-Partner, falls Sie das Lager nicht selbst stemmen wollen.
Schnittstellen zwischen ERP und JTL
Artikelstamm aus dem ERP, Bestände bidirektional, Aufträge ins ERP für die FiBu-Übergabe. Klar definierte Datenrichtungen, dokumentiert, überwacht.
Workflows, Skripte, Zusatzentwicklungen
Wo Standard nicht reicht: gezielte Automatisierung über JTL-Workflows, Plugins oder eigene kleine Tools — punktuell, kostenkontrolliert.
Wenn Sie sich hier wiedererkennen, lohnt sich das Gespräch.
Produzierende Unternehmen mit B2B-Geschäft
Sie produzieren und verkaufen heute B2B — über Großhandel, Händlernetz oder Direktvertrieb an Geschäftskunden. Jetzt soll der Endkunde dazu, ohne den bewährten Vertrieb zu stören.
Hersteller im Markenaufbau
Sie wollen die eigene Marke direkt am Endkunden testen — über einen eigenen Shop, Pop-up oder Amazon — ohne gleich das halbe Unternehmen umzubauen.
KMU mit gewachsenem Spezial-ERP
Ihr Branchen-ERP kennt Ihre Produktion in- und auswendig. Eine Ablösung wäre Wahnsinn, eine Erweiterung um Shop-Funktionen ist zu teuer oder gar nicht vorgesehen.
Unternehmen mit Vorerfahrung im Großprojekt
Sie haben schon einmal ein Großprojekt erlebt, das aus dem Ruder lief — und wollen genau das nicht wiederholen. Verständlich. Dual-Mode ist die deutlich entspanntere Variante.
Beispiele aus der Praxis
Drei typische Konstellationen, an denen Sie sehen, wie Dual-Mode in echten Unternehmen aussieht. Namen anonymisiert, Logik echt.
Beispiel 1 — Komponentenhersteller mit SAP
Mittelständischer Hersteller von Industriekomponenten. SAP läuft seit zehn Jahren, Produktion und B2B-Aufträge laufen darüber. Neue Geschäftsleitung möchte das Sortiment an Bastler und Maker direkt verkaufen. JTL-Wawi + JTL-Shop wurden parallel aufgesetzt, Artikelstammdaten kommen einmal täglich aus SAP, Bestellungen werden für die FiBu rückübergeben. Keiner aus der bestehenden Mannschaft musste umlernen — zwei neue Stellen wurden für die D2C-Welt geschaffen.
Beispiel 2 — Lebensmittelproduzent mit Branchen-ERP
Familiäre Manufaktur mit spezialisierter Branchensoftware für Rezepturen, Chargenrückverfolgung und HACCP. Eine ERP-Ablösung war undenkbar. JTL-Wawi mit JTL-Shop, JTL-eazyAuction und JTL-Shipping übernimmt seit der Einführung den Versand an Endkunden, Marktplatz-Listings und den Customer Support — das Branchen-ERP merkt davon nichts, außer dass täglich Bestände abgeglichen werden.
Beispiel 3 — B2B-Großhandel mit Sage
Großhandel mit Sage Office Line. B2C-Geschäft sollte als zweite Marke aufgebaut werden, ohne die B2B-Kunden zu irritieren. Dual-Mode-Lösung: JTL als getrennte Welt für die B2C-Marke, eigene Wawi-Mandant, eigene Lager-Stellplätze, eigene Versand-Regeln. B2B-Kunden sehen davon nichts, B2C wächst selbstständig.
Was Geschäftsführungen typischerweise fragen.
Müssen wir unser bestehendes ERP komplett ersetzen, wenn wir D2C einführen wollen?
Nein. In den meisten Fällen ist es klüger, das bestehende ERP für Produktion, B2B, Einkauf und FiBu führend zu lassen — und die passenden Produkte aus dem JTL-Software-Universum (JTL-Wawi, JTL-Shop, JTL-eazyAuction, JTL-WMS, JTL-Shipping) als ergänzende Commerce-, Shop-, Marktplatz-, Lager- und Versandschicht zu betreiben. Schneller, günstiger, risikoärmer.
Wie reagieren unsere bestehenden Mitarbeitenden auf das neue System?
Gar nicht groß — denn die meisten arbeiten weiter im gewohnten Hauptsystem. JTL bekommen nur die neuen D2C- bzw. E-Commerce-Mitarbeitenden, die ohnehin neue Aufgaben übernehmen: Artikelpflege für den Shop, Customer Support für Endkunden, Marktplatz-Listings. Kein Umstellungsstress für die bestehende Mannschaft.
Was kosten die JTL-Produkte im Vergleich zur ERP-Erweiterung?
Spürbar weniger. Das Hauptsystem um B2C-, Shop- und Marktplatz-Funktionen zu erweitern, bedeutet meist hohe Lizenz-, Customizing- und Wartungskosten plus lange Beratertage. Die JTL-Produkte sind bei Einführung und Betrieb deutlich günstiger — und Sie zahlen nicht für Funktionen, die nur ein Teil des Unternehmens nutzt.
Wie läuft eine Dual-Mode-Einführung ohne Betriebsunterbrechung ab?
Parallel. Wir bauen den JTL-Stack (JTL-Wawi, JTL-Shop, JTL-WMS, JTL-Shipping) Schritt für Schritt neben dem laufenden Hauptsystem auf, ohne dort einzugreifen. Sobald die JTL-Produkte stabil laufen und die Schnittstellen sitzen, geht der D2C-Kanal live — das Hauptgeschäft hat währenddessen nie pausiert.
Welche ERP-Systeme können wir mit den Produkten aus dem JTL-Software-Universum verbinden?
SAP, Microsoft Dynamics, Sage, abas, proALPHA, Infor, Lexware sowie zahlreiche Branchen- und Individual-ERPs. Die Verbindung erfolgt über REST-APIs, Datei-Schnittstellen, Middleware oder den JTL-Connector — je nachdem, was Ihr System anbietet. Wir klären in der Analysephase, was technisch sauber funktioniert und was sich rechnet.
Wer ist führend bei Stammdaten — das ERP oder der JTL-Stack?
Das definieren wir vor Projektstart sauber: Welche Daten kommen aus dem ERP, welche aus dem JTL-Stack? Klassisch bleibt das ERP führend für Artikelstamm, Preise B2B und Buchhaltung, JTL-Wawi und JTL-Shop für Shop-Content, Marketing-Bilder, Marktplatz-spezifische Felder und Customer Touchpoints. Klare Trennlinien, dokumentiert.
Wie sieht der typische Zeitrahmen aus?
Vom Kick-off bis zum ersten Bestellfähigen Shop: in der Regel 3–6 Monate, abhängig von Sortimentstiefe, Schnittstellen-Komplexität und Logistik. Marktplätze und WMS folgen dann gestaffelt — kein muss-bis-Stichtag-Druck.
Lassen Sie uns über Ihre Architektur sprechen.
30 Minuten Strategiegespräch — ergebnisoffen. Wenn Dual-Mode nicht passt, sage ich es Ihnen auch.